Der Body-Mass-Index kann als einer der Indikatoren für Fruchtbarkeit angesehen werden.

Ungleichgewicht des Hormonhaushalts

Über- und Untergewicht können den Hormonhaushalt beeinflussen und so den weiblichen Zyklus durcheinanderbringen und die männliche Potenz beeinträchtigen. Dies geschieht durch die Stoffwechselaktivität des Fettgewebes, besonders die des Bauchfetts. In diesen Zellen wird das männliche Geschlechtshormon Testosteron in das weibliche Geschlechtshormon Östrogen umgewandelt. Das bedeutet, dass viel Fettgewebe viele Östrogene bildet und wenig Fettgewebe wenige Östrogene. Dies kann zu unterschiedlichen Funktionsstörungen führen, die sich auf die Fruchtbarkeit auswirken können.

Der ideale BMI

Der ideale BMI liegt zwischen 18,5 und 24,9. Jedoch gilt dies nicht für sehr muskulöse Personen, da bei diesen der BMI nichts über den Körperfettanteil aussagen kann. Denn bei vielen Muskeln kann der BMI im Bereich des Übergewichts sein, obwohl dies nicht der Fall ist.

Übergewicht

Bei Frauen kann Übergewicht zu Zyklusstörungen und Ausbleiben der Periode sowie des Eisprungs führen. Zudem kommt es bei übergewichtigen Frauen eher zu Schwangerschaftsdiabetes oder Fehlgeburten. Auch kann ein zu hoher Körperfettanteil die Erfolgschancen einer medizinischen Kinderwunschbehandlung minimieren.

Bei Männern wird hingegen durch Übergewicht das weibliche Hormon Östrogen überproduziert, wodurch es zu einem niedrigen Testosteronspiegel kommt. Hierdurch ist die Samenproduktion und die Spermienqualität vermindert. Außerdem kann es durch Fettablagerungen in den Gefäßen zu Erektionsstörungen kommen, da diese für die Durchblutung zuständig sind.

Laut Ärzten kann bei übergewichtigen Personen schon eine geringe Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent zu einer Steigerung der Fruchtbarkeit führen.

Untergewicht

Frauen und Männer mit einem BMI von unter 18 besitzen meist zu wenig Fettgewebe, um einen ausgeglichen Hormonhaushalt zu haben. Bei Frauen können dann zum Beispiel der Eisprung und die Periode ausbleiben, da zu wenig Geschlechtshormone vorhanden sind. Außerdem kann eine Veränderung der Gebärmutterschleimhaut die Einnistung der Eizelle erschweren. Laut Ärzten ändert sich dies jedoch, sobald die Frau ein Normalgewicht erreicht hat.

Bei Männern kann sich Untergewicht, genau wie bei Übergewicht, auf die Samenproduktion und die Samenqualität auswirken. Hierdurch wird die Befruchtung der Eizelle erschwert.

Figur der Frau kann Hinweis auf Fruchtbarkeit geben

Neben dem Gewicht kann auch die Figur der Frau einen Hinweis auf die Fruchtbarkeit geben. So wurde in einer Untersuchung herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, bei Frauen mit einer Sanduhr-Figur dreimal so groß ist wie bei anderen Frauen. Bei einer Sanduhr-Figur besitzt die Frau ein breites Becken, eine schmale Taille und einen großen Busen.

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