Die WHO kritisiert den Trend zu mehr Interventionen bei der Geburt.

WHO ist gegen den häufigen Einsatz von Wehenmittel

Die WHO fordert, dass Wehenmittel zur Beschleunigung der Geburt nicht mehr so oft angewendet werden. Denn laut ihnen sei dieses Mittel bei den meisten der insgesamt 140 Millionen Geburten jährlich nicht notwendig. Die Leiterin der WHO-Abteilung Familien, Frauen, Kinder und Jugendliche, Princess Nothemba Simelela, sagt dazu: „Wenn die Wehen sich normal entwickeln und Mutter und Kind bei guter Gesundheit sind, sind Interventionen, um die Geburt zu beschleunigen, nicht nötig.“ Außerdem sagt sie, dass die Frauen immer mit einbezogen werden müssten und nicht die Ärzte oder Hebammen alleine entscheiden sollten.

WHO ist gegen Dammschnitt als Routineeingriff

Laut der WHO sei es unrealistisch, dass sich der Muttermund nach Einsetzen der Wehen bei jeder Frau um einen Zentimeter pro Stunde weitet. Manche Frauen bräuchten einfach länger, dies deute aber noch nicht daraufhin, dass es bei der Geburt später Komplikationen geben werde. Daher fordert die WHO, dass in solchen Fällen von einem Dammschnitt abgesehen wird. Zudem sei der Anschluss an einen Wehenschreiber laut der WHO nicht notwendig und auch das Rasieren von Schamhaaren sei nicht erforderlich.

So fordert die WHO mehr natürliche Geburten, ganz ohne Interventionen des Arztes oder der Hebamme. Falls sie diese Maßnahmen doch durchführen müssen, sollten zumindest die betroffenen Frauen bei dieser Entscheidung beteiligt sein.

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