Muttermilch enthält neben Eiweißen und Vitaminen auch Substanzen, die vor Krankheiten schützen. Gesundheitlich können nicht nur Babys von diesen profitieren, sondern tatsächlich auch stillende Mütter.

Langzeitstudie über drei Jahrzehnte

US-Wissenschaftler haben eine Langzeitstudie über 30 Jahre durchgeführt, um herauszufinden, wie sich Stillen auf das spätere Diabetesrisiko von Müttern auswirkt. Das Team verfolgte seit der Mitte der Achtzigerjahre 1238 junge Frauen, die zu Beginn zwischen 18 und 30 Jahren alt waren und im späteren Laufe ihres Lebens mindestens ein Kind zur Welt brachten. Während der Zeitspanne wurden die Frauen etwa alle fünf Jahre medizinisch untersucht.

Beinahe halbiertes Diabetesrisiko

Im Rahmen der Studie wurden Frauen, die ihr Kind über sechs bis zwölf Wochen gestillt haben, mit Müttern verglichen, die ihr Kind mit Fertignahrung fütterten. Dabei zeigte sich, dass die stillenden Mütter eine beinahe nur halb so große Wahrscheinlichkeit aufwiesen, an Diabetes mellitus zu erkranken. In der Gruppe mit Müttern, die ihre Babys zumindest für sechs Monate gestillt hatten, war das Risiko um ein Viertel reduziert.

Positiver Einfluss von Hormonen

Das wissenschaftliche Team, das die Langzeitstudie durchgeführt hat, geht davon aus, dass das verringerte Diabetesrisiko vor allem mit Hormonen zusammenhängt. So sind die Werte des Hormons Prolaktin im Körper einer Frau während der Schwangerschaft und Stillzeit besonders hoch. Aus Tierstudien ist bekannt, dass sich dieses Hormon positiv auf die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse ausübt.

Auch andere Faktoren wurden berücksichtigt

Bei der Auswertung der Ergebnisse bezogen die US-Wissenschaftler auch andere Faktoren mit ein, die mit Diabetes zusammenhängen können. Dazu gehörten beispielsweise Aspekte wie die Größe der Frauen sowie ihre körperliche Aktivität und Ernährung. Auch nachdem all diese berücksichtigt worden waren, bestand weiterhin ein entscheidender Zusammenhang zwischen der Dauer des Stillens und einem verringerten Diabetesrisiko.

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