Die Zeiten, in denen Mediziner schwangeren Frauen geraten haben, sich zu schonen, sind gottlob lange vorbei. Heute weiß man, dass vieles dafür spricht auch dann Sport zu treiben, wenn man ein Baby erwartet, vorausgesetzt natürlich, beiden geht es gut.

Eine Schwangerschaft ist eine sportliche Herausforderung für den Körper einer Frau. Das Wachstum eines Kindes erfordert das Zusammenspiel aller körpereigenen Systeme, genau wie sportliche Betätigung dies tut. Das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel, Atmung und der gesamte Bewegungsapparat werden in den 40 Wochen der Schwangerschaft verstärkt beansprucht. Es ist also gut, sich eine sportliche Betätigung zu suchen, die die Kondition verbessert. Ausdauersportarten wie Aquafitness, Radfahren, Tanzen und Walking liefern Energie, bauen Stress ab und steigern sowohl das Selbstvertrauen als auch das Durchhaltevermögen.

Schön langsam starten!

Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft solltest du es langsamer angehen lassen. Bis zur 18. Schwangerschaftswoche solltest du eher sanfte Sportarten wie Schwimmen bevorzugen und keine Sportarten mit heftigen Erschütterungen, wie Joggen wählen. Wenn die Schwangerschaft jedoch gefestigter ist, hat deine sportliche Betätigung positive Auswirkungen auf dich und die Schwangerschaft.

Es gibt allerdings auch Sportarten, die sind nicht für Schwangere geeignet. Zu nennen wäre beispielsweise Squash, Tennis, Basketball oder Volleyball. Das Verletzungsrisiko bei den abrupten Bewegungsabläufen dieser Sportarten ist zu hoch, denn der Körper produziert in der Schwangerschaft vermehrt den Botenstoff Relaxin, der dafür sorgt, dass deine Sehnen und Gelenke dehnbarer werden.

Ausdauersportarten sind ideal

Schwimmen, Radfahren oder einfach nur Spazierengehen, Bewegung ist super. Entscheidend ist, dass du über einen längeren Zeitraum trainierst und nicht nur ab und zu, aber dann heftig. Achte auch auf deine Körpersignale: Wenn es unangenehm wird und dein Herz vor lauter Klopfen fast aus deiner Brust springt, dann tritt bitte kürzer. Du solltest dich nach dem Training nie völlig erschöpft fühlen und nur so viel trainieren, wie es dir und deinem Körper guttut.

Zusätzlich noch ein paar Tipps:

  • Lass bei dem Mediziner oder der Hebamme deines Vertrauens checken, ob nichts dagegen spricht, Sport zu betreiben. Wenn alles in Ordnung ist, steht Bewegung nichts mehr im Wege
  • Gehe nie an die Belastungsgrenze, denn eine zu hohe Körpertemperatur (Hyperthermie) kann dem Ungeborenen schaden. Du solltest dich beim Sport noch unterhalten können
  • Spare nicht an Kalorien! Ab der zehnten Schwangerschaftswoche erhöht sich dein Kalorienbedarf um 300 Kalorien am Tag. Ideale Energielieferanten sind komplexe Kohlenhydrate (aus Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten) in Kombination mit Vitaminen (Gemüse und Frischobst)
  • Gönne deinem Körper nach dem Sport eine Pause. Warte 24 Stunden mit dem nächsten Training, damit du sich vollständig regenerieren kannst
  • Sport macht mit Freunden oder dem Partner gleich noch einmal so viel Spaß

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