Ursachen für Schwangerschaftsstreifen

Dr. Dimitra Kiritsi ist Funktionsoberärztin an der Klinik für Dermatologie und Venerologie in Freiburg und sagt, dass 50 bis 90 Prozent der Schwangeren Dehnungsstreifen bekommen. Dies liegt daran, dass sich die Beschaffenheit der Haut in der Schwangerschaft verändert. Sie wird dünner und sehr stark gedehnt. Reißen dabei die unteren Hautschichten, dann schimmern die darunterliegenden Blutgefäße durch. Daher schimmern die Dehnungsstreifen auch zunächst rötlich oder bläulich. Mit der Zeit verblassen sie dann, verschwinden aber meist nicht.

Risikofaktoren für Schwangerschaftsstreifen

Wie schon zuvor erwähnt, bekommt fast jede Schwangere Dehnungsstreifen. Daher lassen sie sich kaum vermeiden. Zudem gibt es Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Dazu gehören:

  • Erbliche Veranlagung
  • Entstehung von Dehnungsstreifen in der Pubertät
  • Junges Alter – die Haut junger Frauen ist noch straffer und reißt dadurch leichter
  • Hohes Gewicht
  • Starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
  • Großes Kind oder Mehrlingsschwangerschaften

5 Tipps, um Dehnungsstreifen vorzubeugen

Möglicherweise können dir diese Tipps helfen, die Dehnungsstreifen vorzubeugen.

  1. Gesunde Ernährung:
    Die Nahrung kann die Haut stark beeinflussen. So versorgen Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Fisch die Haut mit wichtigen Nährstoffen. Vor allem Beta-Karotinoide (in Brokkoli, Karotten und Paprika enthalten), Vitamin E (in Nüssen und Ölen enthalten) und Vitamin C (in Zitrusfrüchten enthalten) können das Bindegewebe unterstützen. Außerdem solltest du viel trinken, zum Beispiel Wasser, ungesüßten Tee oder stark verdünnte Saftschorlen.
  2. Regelmäßige Bewegung:
    Durch Bewegung wird die Durchblutung angeregt, wodurch die Haut vor Rissen geschützt wird. Walken, Schwimmen oder Yoga können schon ausreichen.
  3. Kalt-warm-Reize setzen:
    Auch Wechselduschen fördern die Durchblutung der Haut. Damit kann man bei dem Beginn der Schwangerschaft starten. Jedoch solltest du immer mit kaltem Wasser abschließen.
  4. Mit Ölen pflegen:
    Eine trockene Haut neigt eher zu Einrissen, als eine die feucht ist. Daher solltest du dich am besten morgens und abends eincremen. Es gibt sogar spezielle Öle, die extra für Schwangere gedacht sind. Diese sind dann frei von Duft- und Konservierungsstoffen.
  5. Sanfte Massagen:
    Wenn Schwangerschaftsöle gut in die Haut einmassiert werden, dann wirken sie noch intensiver. Dazu solltest du das Öl mit kreisenden Bewegungen auf dem Bauch verteilen. Dann solltest du kleine Hautpartien zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger nehmen und leicht nach oben wegzupfen. Arbeite dich dafür vom Bauchnabel aus bis zu dem Rippenbogen vor. Gegen Ende der Schwangerschaft solltest du die Haut nur noch sanft massieren.

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