Woran liegt diese Fixierung auf die Mutter und was sollte man dann machen?

Fixierung auf die Mutter

Fast alle Kinder bevorzugen eine bestimmte Zeit lang nur einen Elternteil und das ist meistens die Mutter. Heidrun Beese von dem AWO-Kreisverband Magdeburg erklärt dieses Phänomen wie folgt: „Kinder wollen das Elternteil, das sich um sie kümmert. Das ist oft die Mutter, muss es aber nicht unbedingt sein.“ Denn wie sie weiter erklärt, gibt es in einigen Kulturen die Fixierung auf die Mutter nicht, da sie sich nicht hauptsächlich um den Nachwuchs kümmert, so wie es in den meisten westlichen Ländern der Fall ist.

So können Mütter der Fixierung etwas vorbeugen

Viele Mütter wollen ihr Baby nach der Geburt gar nicht aus der Hand geben. Doch dies ist wichtig, damit die Kinder später nicht auf eine Person fokussiert sind. Deshalb sollte besonders der Vater immer wieder miteinbezogen werden. Das bestätigt auch Beese: „Gerade wenn ein Baby sehr klein ist, lassen manche Mütter niemanden zwischen sich und ihr Kind. Dann ist der Vater schnell außen vor.“ Sie rät zudem dazu, sich eventuell Hilfe zu holen, wenn es der Mutter so geht. „Fällt es einer Mutter schwer, das Baby loszulassen, hilft es manchmal, wenn die Hebamme dem Vater zeigt, wie alles geht“, so Beese.

Paare sollten offen darüber sprechen

Für die Paare ist es wichtig, dass sie offen über diese Situation reden. Denn es sollte auf keinen Fall passieren, dass so etwas wie ein Konkurrenzkampf zwischen den beiden auftritt. Beese sagt dazu: „Paare müssen einen gemeinsamen Weg finden, mit dieser Situation umzugehen.“ Gut ist es zum Beispiel, wenn beide Eltern zusammen mit dem Kind spielen und sich das bevorzugte Elternteil dann langsam entfernt, um das Kind mit dem anderen Elternteil alleine zu lassen.

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