Einer Studie zufolge gehen nur 31 Prozent der Zweieinhalb- bis Sechsjährigen regelmäßig zum Zahnarzt. Daher verpassen viele Kinder die Prophylaxe-Untersuchung und so ist es keine Überraschung, dass sich fast fünf Prozent aller Zahnfüllungen in Milchzähnen befinden. Professor Dr. Christian Hirsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, bestätigt dies: „Etwa jedes zehnte Kleinkind hat bereits Karies. Ein bestimmter Teil der Bevölkerung geht leider grundsätzlich nicht zum Zahnarzt, beziehungsweise nur zu Notbehandlungen. Diese Eltern achten dann meist auch weniger auf die Zähne ihrer Kinder.“

Zu seltene Zahnarztbesuche im Kindesalter können schwere Folgen haben

Bekommt ein Kind Karies und wird dieses nicht behandelt, dann kann das zu Entzündungen führen, die sich so stark ausweiten können, dass schließlich nur noch eine Behandlung mit Narkose möglich ist. Zudem können kariöse Milchzähne auch die späteren Zähne infizieren. Hirsch sagt hierzu: „Während des Zahnwechsels befinden sie sich über fünf oder sechs Jahre gemeinsam in der Mundhöhle. Bei löchrigen Milchzähnen ist das Kariesrisiko für die bleibenden Zähne bis zu viermal höher.“
Daher raten Zahnärzte dazu, mit den Kindern jedes halbe Jahr zur Kontrolle zu gehen – und das, sobald die ersten Zähne zum Vorschein kommen. Jedoch sollten Eltern vor dem Zahnarztbesuch abklären, inwieweit die Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt.

Was geschieht bei der Untersuchung beim Zahnarzt?

Bei der Untersuchung schaut der Zahnmediziner, welche Zähne schon vorhanden sind und in welcher Reihenfolge sie das Zahnfleisch durchbrechen. Zudem fragt er die Eltern, ob das Kind einen Schnuller verwendet oder am Daumen lutscht. So kann er hier schon früh auf eine Fehlstellung der Zähne achten. Außerdem gibt er Tipps, wie man die Zähne der Kinder richtig putzt und welche Ernährung am besten geeignet ist.

Hinterlasse eine Antwort

Please enter your comment!
Please enter your name here