Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Paracetamol über die Nabelschnur zum Kind gelangt. Doch inwiefern die Verwendung von Schmerzmittel die spätere Entwicklung des Kindes gefährdet, ist noch unklar.

Die möglichen Gefahren für das Kind

Auch wenn die Forschung noch nichts zu der genauen Gefährdung weiß, zeigen verschiedene Studien mögliche Gefahren auf.

  1. Untersuchung der Uni Karlstadt in Schweden: Die Wissenschaftler kamen bei dieser Studie zu dem Ergebnis, dass Paracetamol zu einer verzögerten Sprachentwicklung führen kann. Dies gilt aber nur für Mädchen. Zudem wurden die Frauen erst nach der Schwangerschaft zur Einnahme von Paracetamol befragt, weshalb diese Antworten aus ihrem Gedächtnis gaben, aber keine genauen Angaben.
  2. Studie aus Norwegen: Bei dieser Studie wurde herausgefunden, dass Paracetamol die frühkindliche Entwicklung stören kann, wodurch es beim Kind zu autistischen Symptomen kommen kann. Denn Frauen, die in der Schwangerschaft für mindestens 28 Tage Paracetamol eingenommen hatten, brachten häufiger Kinder zur Welt, die Entwicklungs- und Verhaltensstörungen zeigten. Zudem liefen die Kinder später und die Sprach- und Kommunikationsentwicklung verlief langsamer.
  3. Studie aus Oslo, Norwegen: Bei dieser Untersuchung stellten die Wissenschaftler fest, dass Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hatten, ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung an Asthma aufwiesen. Dennoch konnte durch diese Studie nicht vollständig bewiesen werden, dass wirklich das Schmerzmittel der Auslöser dafür ist.
  4. Langzeitstudie aus England: Auch bei dieser Studie kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft zu Verhaltensstörungen beim Kind führen kann. So stieg die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind an Hyperaktivität leidet, um das 1,5-fache an. Zudem stellten die Wissenschaftler fest, dass die Auswirkungen des Paracetamols mit dem Fortschritt der Schwangerschaft anstieg. Doch wie genau Paracetamol das Baby beeinflusst, konnte nicht genau nachgewiesen werden. Zudem gab es auch in dieser Untersuchung keine genauen Angaben zu der Dosierung und der Dauer der Behandlung mit Paracetamol.

Die Studien zeigen, dass die Forscher bisher nicht in der Lage sind, eine hundertprozentige Aussage zu den Folgen von Paracetamol in der Schwangerschaft zu geben. Daher sollten in der Schwangerschaft möglichst natürliche Mittel verwendet werden, um die Schmerzen zu lindern.

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